Geschichte

Juristen und Sozialpädagogen, die in den Bereichen des Jugendstrafrechts tätig sind, gründeten am 01.07.1993 den Jugendhilfeverein.
In der Satzung vom 01.07.1993, zuletzt geändert am 17.08.2017, die beim Amtsgericht Flensburg unter der Nummer VR 553 HU eingetragen wurde, setzte sich der Verein zur Aufgabe, straffällig gewordenen jungen Menschen Hilfen zur Integration in die Gesellschaft anzubieten. Nach § 2 der vorgenannten Satzung bietet der Jugendhilfeverein der Jugendgerichtshilfe (JGH) des Kreises Nordfriesland an, „soziale, pädagogische und therapeutische Maßnahmen zu organisieren, selbst durchzuführen oder in Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen zu leisten“. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Durchführung von den Neuen ambulanten Maßnahmen nach § 10 Jugendgerichtsgesetz (JGG), Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) und Betreutes Wohnen.

Mit diesen Maßnahmen will der Jugendhilfeverein erreichen, dass straffällig gewordene junge Menschen ihre Lebenssituation stabilisieren, nicht wieder rückfällig werden, sich mit den Opfern versöhnen und Schadenswiedergutmachung leisten.

Der Jugendhilfeverein arbeitet gemeinnützig. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist von dem Finanzamt Flensburg unter der Nr. J 520 (Verzeichnis der steuerbegünstigten Körperschaften) bescheinigt. Eine Aufnahme in die Liste der Zuweisungen von Geldauflagen im Strafverfahren zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen erfolgte vom Oberlandesgericht Schleswig unter der Nr. 401-85 Sdb. 54, Blatt 69, Kennz. 2294.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Nordfriesland übertrug mit seinem Beschluss in der Sitzung vorn 27.01.1994 die Durchführung der ambulanten und stationären Maßnahmen nach § 10 JGG in Verbindung mit den geltenden Bestimmungen des SGB VIII auf den Jugendhilfeverein und sicherte die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen finanziellen Mittel zu. Im Jahre 2000 delegierte der Kreis NF darüber hinaus auch die Vermittlung und Überwachung der gerichtlich auferlegten Arbeitsstunden nach §10 & §15 JGG an den Jugendhilfeverein. Bei einem, vom Kreis NF durchgeführten Interessenbekundungsverfahren für den Aufgabenbereich der Jugendhilfe im Strafverfahren im Jahr 2014, konnten wir uns gegen die anderen Mitbewerber durchsetzten und erhielten so die Möglichkeit, unsere erfolgreiche und zielgerichtete Arbeit für weitere 6 Jahre fortzuführen.


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