Täter-Opfer-Ausgleich

§10 (1) Nr.7

Der Täter-Opfer-Ausgleich ist nicht nur im Rahmen einer Diversion, sondern auch als Weisungsmöglichkeit im § 10 JGG vorgesehen. Deutlich muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass ein Ausgleich zwischen Täter und Geschädigtem nicht erzwungen werden kann und darf.

Der Täter-Opfer-Ausgleich ist als Angebot an beide Parteien zu verstehen, mit Hilfe eines Vermittlers bestehende Konflikte, die unter Umständen auch zu der Tat geführt haben, zu entschärfen bzw. beizulegen. Mögliche Ergebnisse der Konfliktregelung können sein:  

– materielle Wiedergutmachungen

– eine Entschuldigung

– Arbeitsleistungen des Täters

 – gemeinsame Unternehmungen

Kombinationen der aufgeführten Leistungen sind durchaus üblich. Die entscheidende Bedeutung des TOA liegt in der informellen Verfahrenserledigung und wird seitens der Staatsanwaltschaft initiiert. Deutlich muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass ein Ausgleich zwischen Täter und Geschädigtem nicht erzwungen werden kann und darf.

Durch die Neuformulierung des § 45 JGG wird der besondere Charakter des TOA als eigenständige, freiwillige Leistung jenseits einer anzuordnenden Maßnahme anerkannt.